Mach's gut

Weiches Wasser rauscht auf mich nieder
Wäscht mich unter der Haut
Und dringt bis in meine Seele
Bin mir selbst kaum noch vertraut
Wie in einer großen leeren Halle
Klingt das Chaos in meinem Kopf
Die Gedanken wollen zum Ausgang
Doch der ist leider verstopft

Graue Nebel in deinen Augen
Dein Blick am Morgen ist trüb
Hast Tag und Nacht auf mich gewartet
Siehst kaum noch, was von mir übrig blieb
Was hast du nur von mir erwartet
Was hast du nur von mir gewollt
Ich halt' mich in meinen Händen
Hab die Steine längst weggerollt
Ich hab' mich selbst verändert
Und dich verloren irgendwo
Ich bin ich so, wie du gedacht hast
Das war vielleicht früher so

Der Nebel in deinen Augen
ist mir schon längst egal
Wie durch Milchglas vor deiner Seele
Scheint das Licht nur noch ganz fahl
Du sagst, ich sei nicht glücklich
Als ob das wichtig wär'
Das Rad des Lebens dreht ich immer weiter
Und Glücklichsein zählt dann nicht mehr
Der Moment des Schreckens geht vorüber
Kein Fragen, kein Warum, kein Verstehen
Man muss das halt so akzeptieren
Und glücklich? Bist du es denn?

Die Stadt erwacht aus ihren Nachtschlaf
Das Murmeln schwillt langsam an
Hier trennen sich unsere Wege
Mach's gut! Bis irgendwann...

  © Wolle 1998